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Ben Nevis 1996Ben Nevis Coopers Choice 1996

So, dann wollen wir mal. Start macht in diesem Blog die Brennerei Ben Nevis aus den westlichen Highlands. Natürlich habe ich mich vollkommen unwahllos dafür entschieden. Bei Ben Nevis handelt es sich um eine der beiden Brennereien aus den westlichen Highlands (die andere wäre Oban). Nun mag es Puristen geben, die noch andere dazu zählen, aber meine Rechnung beinhaltet nur diese beiden Brennereien.
In Deutschland sind die Originalabfüllungen der Destillerie eher schlecht zu bekommen. Daher muss man sich auf die Abfüllungen der unabhängigen Firmen verlassen. In diesem Fall nehme ich die Abfüllung von Coopers Choice als Verkostungs-Grundlage. Doch erst ein wenig zur Brennerei.

Gegründet 1825 von John MacDonald am Fuße des Ben Nevis, des höchsten Bergs in Schottland (und auch England). Gerne würde ich etwas weitaus wichtigeres zu berichten Wissen, doch ist dies eine Geschichte, wie viele andere. Der Traum den perfekten Whisky zu machen und so weiter. Was wiederum interessant ist, ist die Tatsache, das diese Brennerei nicht, so wie viele andere, geschlossen wurde. Die Produktion lief durch die Jahre hinweg weiter.

Vielleicht ist das der Grund, warum die Japaner darauf aufmerksam wurden. Denn 1989 wurde die Brennerei von der Nikka Distilling Co. Übernommen.
Doch genug dazu. Vorliegend ist die Abfüllung der Coopers Choice (zu Deutsch: „Wahl des Küfers“) mit einem Ben Nevis aus dem Jahre 1996. Reines Sherryfass und limitiert auf 320 Fl.

Farbe: Schön lecker Dunkel. Rötliche Reflexe und dunkler Bernstein

Nase: Zuallererst mal reife Früchte. Woher wohl ? Sherryfass, genau. Dann Karamell und Toffeenoten. So ein bisschen wie ein Toffifee in warm. Nun mal mit einem Schuss Wasser. Geruch wird etwas fülliger, ansonsten keine Veränderung. Velleicht ein wenig Zitrusfrüchte. (4/5)

Gaumen: Fruchtige Süße und ebenfalls reife Früchte. Ein wenig Kirsche und wieder Karamell. Ich glaubs ja nicht. Dann machen sich die 56% bemerkbar. Nicht scharf brennend sondern in der Kehle. Gleich mal mit etwas Wasser versuchen. Hui, was ein Erlebnis. Etwas weicher (Kunststück) und nun kommen zu den Früchten auch feine Gewürznoten dazu. Zedern, Eiche und Pfeffer. Das hat was. (4/5)

Nachklang: Schön lang und fruchtig. Geht bis in den Brustkorb. Das rockt. Mit Wasser immer noch ein langer Geschmack. Nur das Winter-warme fehlt mir dadurch etwas. Weiß nicht, ob ich so glücklich bin dadurch. Nochmal probieren. Doch, schöner Genuss. (4/5)

Gesamt: Volle Kanone! Das, was ich erwartet habe. Typisch für Ben Nevis ist die Ausgewogenheit und eine klare, reine Struktur. Soll heißen: Man kricht die ganze Packung. Ohne Wasser wäre es vielleicht ein Punkt insgesamt weniger geworden, aber 56% sind manchmal echt zu stark. Deshalb volle 12/15