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RumKaniché XO Rum

Auf einer Messe in Bochum bin ich dem Kaniché Rum auf die Pelle gerückt. Ein wundervoller Rum aus der Karibik, besser gesagt von Barbados. Der französische Spirituosenmeister Pierré Ferrand steckt hinter dem Kaniché Rum XO. Dieser erlebt nach der Reifung in amerikanischer Eiche noch ein geiles Finish in Whisky und Cognac Fässern. So muss es sein. Viel Aufwand für ein gutes Produkt.

 

Farbe: Wunderschöner Bernstein mit orangenen Reflexen. Da macht sogar das Anschauen Spaß
Nase: Vorneweg verströmt der Inhalt eine feine Süße über den Glasrand und dann wird mein Geruchssinn von der Vanille gelockt. Plötzlich kommt einem Tsunami gleich eine Welle von frischen Südfrüchten in den Riechkanal geschossen. Ananas, Zitrone, Mango. Es ist als ob sich jede Fruchtnuance wie ein eifriger Schüler mit Finger schnipsen meldet. „Nimm mich, Nimm mich“ scheinen Sie zu rufen. Perfekt will man meinen. Wenn die eifrigen Schüler Ihre Antworten gegeben haben findet man noch die stillen Aromen in der letzten Reihe. Vanille und Pfeffer schießen mir durch den Kopf. Jetzt aber ganz fix probieren. (4/5)
Gaumen:
Eine feine Süße macht sich breit. Ganz typisch für Barbados und Melasse Rum. Die Frucht vermischt sich dann zu einem Feuerwerk an Unentschlossenheit. Aber das im positiven Sinne. Der Rum will alles und das sofort. Ganz egal was da kommen mag. Kein Mittelmaß oder direkt heraus. Vielschichtig ist der Gedanke der (Probier-)Stunde. Einfach nur genial. (4/5)
Finale:
Da der Rum alles will, will er auch nicht aufhören. Ein extra langes Finale mit einer doch recht süßen Komponente. Die leichte Würze verhallt schnell, dafür bleibt der Zuckerrohr noch lange auf der Zunge erhalten. Vielleicht etwas zu viel Frucht.
(3,5 /5)
Gesamt:
Wenn Ihr den Rum stehen seht: Kaufen. Ist zwar kein Befehl vom Captain, aber dafür ein Vorschlag für den guten Geschmack. (11,5/15)