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Talisker Port Ruighe

Talisker

Der Port Ruighe

Die noch einzige Brennerei auf der Isle of Skye. Vom Diageo Konzern zu den Classic Malts of Scotland erhoben und bis vor einiger Zeit in wenigen unterschiedlichen Abfüllungen zu bekommen. Zumindest in weiten Teilen der Welt. Doch mit dem 57 Degrees North, einer Fasstärke konnte die Brennerei auf sich aufmerksam machen. Mit dem Port Ruighe (Gesprochen: Port Righ) ist ein Portfass-Finish auf den Markt gekommen. „Süßes Portfass und dicker Rauch, na ob das zusammenpasst?“ war mein erster Gedanke. Die Verbindung hinzubekommen muss nicht unbedingt jedem gelingen. Ich selbst bin ausserordentlich gespannt.

Farbe: Rotgolden
Nase: Vorneweg dampft der Torfexpress immernoch mit Vollgas in die Nase. Man fühlt sich so, als ob man dabei mitten auf den Gleisen steht. Irgendwie hat der Geruch auch etwas vom gebratenen Frühstücksspeck eines hervorragenden Frühstücks. War ja klar, dass dieses Aroma alles andere überlagert, doch da sagt noch etwas „Guten Morgen“ zu mir. Heidekraut, Vanille und Rosinen. (3,5/5)
Geschmack: Sehr Direkt, als ob der Torfexpress immer noch mit Vollgas unterwegs ist. Doch hier kommt die Stärke des Portwein-Fasses zum tragen. Süße Fruchtnoten sind vor dem Schienenräumer gespannt worden, während Nuss-Splitter in alle Richtungen gefeuert werden. Zum Ende hin noch etwas süßliches Holz und Karamell. (4/5)
Finale: Das Finale ist mittellang und der Express kommt nur mit qietschenden Rädern zum Stillstand. Der will länger, kann aber nicht. (3,5/5)
Gesamt: Ziemlich gut, was die Brennerei abgeliefert hat. Die Portsüße ist nicht überladen, kommt aber meines Erachtens nicht gegen die anfänglich starken Rauch und Torfaromen an. Das muss nicht schlecht sein, gerade für Whiskyfreunde, die sich an das Torfige „herantrinken“ wollen. (11/15)